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Sonderformen verzinslicher Wertpapiere
Manche Anleihen verbriefen Sonderrechte oder Nebenabreden oder sind an
zusätzliche Bezugsgrößen angeschlossen. Man unterscheidet
- Wandelanleihen
- Optionsanleihen
- Strukturierte Anleihen
Wandelanleihen (Convertibles)
Wandelanleihen gewähren dem Anleger das Recht, die Anleihen innerhalb
eines bestimmten Zeitraums oder zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem
bestimmten Verhältnis in Aktien einer Gesellschaft oder einen anderen
handelbaren Vermögenswert umzutauschen. In der Regel ist der Anleger nicht
zur Wandlung verpflichtet, er kann die Anleihe auch als festverzinsliches
Wertpapier bis zum Ende der Laufzeit behalten und sich dann den Nennwert
zurückzahlen lassen. Nur bei Pflichtwandelanleihen ist eine
Pflichtumwandlung am Ende der Laufzeit vorgesehen.
Optionsanleihen
Optionsanleihen sind Anleihen mit Bezugsrecht. Sie gewähren dem Anleger
das Recht zum Erwerb von anderen handelbaren Vermögenswerten oder Aktien.
Die dazu erforderlichen Optionsscheine sind als abtrennbarer Teil an der
Anleihe enthalten und können auch selbständig gehandelt werden. Mit dem
Optionsscheinen können Aktien zu einem im Voraus festgelegten Kurs bezogen
werden. Eine Optionsanleihe kann drei Börsennotierungen haben: "cum" =
Anleihe mit Optionsschein, "ex" = Anleihe ohne Optionsschein und die
Notierung des Optionsscheins ohne Anleihe.
Sonderformen sind Zins- und Devisen-Optionsanleihen. Der Optionsschein
der Zins-Optionsanleihe ermöglicht, eine andere Anleihe zu einem
festgelegten Kurs zu erwerben, der Optionsschein einer
Devisen-Optionsanleihe ermöglicht den Bezug oder Verkauf eines festgelegten
Fremdwährungsbetrages zu einem festgelegten Kurs.
Strukturierte Anleihen
Strukturierte Anleihen sind Kombinationen aus Aktien- und Anleiheprofil.
Aktienanleihen zum Beispiel geben dem Emittenten das Recht, die Rückzahlung
des Nennwertes in Form von Aktien vorzunehmen. Weil diese Anleihen umgekehrt
wie Wandelanleihen funktionieren, werden sie auch als Reverse Convertibles
bezeichnet. Eine weitere Sonderform verzinslicher Wertpapiere sind Anleihen
mit indexorientierter Verzinsung. Sie haben zwar meistens einen festen
Kupon, aber die Rückzahlung erfolgt als Quote eines Indexes. Die Höhe der
Verzinsung ist vorab nicht bestimmbar.
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